Kreisliga 3 - SC Lechhausen 1908 e. V. - Ein Schachclub in Augsburg.

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SC Lechhausen 1908
Spielberichte - Kreisliga 3
Runde 6
8.02.2020
Ein halber Erfolg
SG Lechhausen 2 - SK Mering  3
Zumindest Alessandro Terzitta hatte es einfach: Sein Gegner erschien nicht und so konnte er den Punkt durch reines Zugucken erbeuten. Die anderen hingegen mussten schwer arbeiten. Da arg selbst beschäftigt, vermochte der Berichterstatter nur jeweils kurz einen Blick auf die anderen Partien werfen - mit folgenden Erkenntnissen (es wird keine Grantie für deren Korrektheit übernommen):
Osman Yagci hatte mit einem Minusbauern zu kämpfen, kompensierte dies aber durch einen stark im Zentrum aufgepflanzten Gaul, der genügend Gegenspiel erbrachte. Bei Valentin Usselmann war es genau umgekehrt. Er besaß einen Mehrbauern, wurde aber seinerseits in seinem Tatendrang gestoppt. Eine Durststrecke durchläuft zur Zeit Konstantin Fink. Er spielt eigentlich sogar richtig stark und erreicht ansprechende Stellungen, verfügt aber derzeit anscheinend nicht über den nötigen Gedultsfaden, diese dann mit der nötigen Muße zu behandeln, und verzockt sich dann. Auch Thomas Lindner ist momentan etwas neben der Spur. Ein materiell ausgeglichenes Spiel rann ihm dann doch noch positionell aus den Fingern.

Wolfgang Miosga verkalkulierte sich in einem Springer-vs.-Läuferendspiel. Anstatt remis anzubieten, glaubte er, die Partie dank eines bereits weit vorgedrungenen Freibauern auf der a-Linie gar gewinnen zu können, was jedoch Merings Walter Peiberg durch einen trickreichen Gegenschlag auf dem anderen Flügel samt Läuferopfer vereiteln konnte. Wolfgang war recht zerknirscht, zumal sein Remisangebot, wäre es nur ausgesprochen worden, wohl angenommen worden wäre.

Yilmaz Yagic holte seinen dritten Sieg in Folge. Hier jonglierte er in einem Endspiel mit beiderseitigem T+S und symmetrischer Bauernstellung so geschickt herum, dass seine Stellung immer prachtvoller und nach einigen Abtäuschen letztlich gewonnen wurde. Einigen Widerstand musste Horst-Jörg König überwinden, ehe auch er im Endspiel einen Punkt einheimsen konnte.
Blick aufs Brett.
Entspannter Blick aufs Brett: Johann Müller-Zurlinden gegen den grübelnden Konstantin Fink.
Nun, auch in diesem Match hat es wieder einmal nicht zu einem Sieg gereicht, aber wir sind im Moment recht bescheiden und freuen uns schon über diesen einen Punkt.

Endstand : 4,0 : 4,0
Runde 5
18.01.2020
Doch kein Remis
SG Augsburg 3 - SC  Lechhausen 2
Vor dem Treffen spekulierte SGA-Teamchef Dieter Labadie, dass es wieder einmal ein Remis geben werde, weil die SGA und der SCL immer remis spielten. Wenn er das so sagt, wird das wohl so stimmen. Zu unserem Leidwesen lag er an diesem Abend mit seiner Vermutung aber nur fast richtig.

Schön für uns war natürlich, dass Osman und Yilmaz Yagci, die bisher jeweils lediglich wechselweise gewonnen bzw. verloren hatten, sich dieses Mal darin einig waren, doch mal synchron jeweils einen Punkt zu holen. Während Osman dies eher mittels einer technisch sauberen Angriffsführung erreichte, setzte Yilmaz auf eine Verwirrungstaktik. Jedenfalls herrschte auf dem Brett ein derartiges Stellungsdurcheinander, das konnte man als Außenstehender gar nicht verstehen. Den dritten Punkt verschaffte uns Wolfgang Miosga, der in den letzten Wochen offenbar ein Faible für Endspiele mit ungleichfarbigen Läufern entwickelt hat. Entgegen jeder Theorie ("Endspiele mit verschieden kolorierten Läufern sind häufig remis.") gewinnt er die alle. Keine Chance hatte von vornherein MF Valentin Usselmann. Er verlor schon in früher Partiephase einen Figur, spielte danach mit dem Mute der Verzweiflung nur noch voll auf Angriff, aber sein SGA-Kollege Labadie ließ da so gar nichts mehr anbrennen.

Ansonsten ein Match, das unseren Valentin wieder einmal in schiere Ratlosigkeit stürzte. Der rätselt schon die ganze Saison über, warum "wir zunächst immer besser stehen, aber dann doch verlieren." Beispiele diesmal: Leon Aschenbrenner hatte gegen den "alten Hasen" Wolfgang Taubert zwischenzeitlich durchaus Vorteil, aber, genau, der ist eben ein alter Hase und drehte die Partie zu seinen Gunsten. Konstantin Funk hatte das Match überwältigend im Griff, plante den Sack schnurstracks zuzumachen, vergaß dabei jedoch die Sicherheit des eigenen Königs und wurde Opfer einer Turmverdoppelung auf der eigenen Grundreihe. Horst-Jörg König hatte gegen seinen SGA-Namenskollegen Heinrich nach seinen üblichen Schwierigkeiten in der Eröffnung einen Hauch von Vorteil, mehr jedoch auch nicht, herausgearbeitet, musste aber wegen des Punktestandes zwangsweise auf Gewinn spielen. Was, wie so häufig in derartigen Situationen, auch prompt in die Hose ging.

Wir planen jetzt einen Strategiewechsel: Ab sofort stehen wir zu Anfang schlechter - und dann gewinnen wir. Von den anderen lernen, heißt siegen lernen.

Endstand : 5,0 : 3,0
Runde 4
07.12.2019
Ohne Kommentar
SC  Lechhausen 2 - SV Thierhaupten 1
Es liegt kein Bericht vor.

Endstand : 3,0 : 5,0
Runde 3
23.11.2019
Besser als erwartet, schlechter als möglich
TSV Haunstetten 4 - SC  Lechhausen 2
Die wenig optimistische Vorhersage unseres Mannschaftsführers Valentin Usselmann vor dem Match lautete: "Die braten uns mit 6:2 einen über." Das Endergebnis (5,5:2,5 für die Südwester-Kollegen) war also sogar noch einen Tacken besser, aber so ganz glücklich waren wir damit dann doch nicht, denn überraschenderweise wäre da sogar noch mehr drin gewesen.

Gut, Yilmaz Yagci hatte relativ früh schon irgendwo Material eingestellt und den Motor abgestellt. Sein Junior Osman aber machte das relativ schnell wieder wett durch einen schwungvollen kombinierten Angriff im Zentrum und am Königsflügel ("Wenn der Vater die Partie vermasselt, muss der Sohn das wieder ausgleichen."). Fast noch besser lief es bei Christian Malmer. Der ließ sich von den +230 DWZ seines Gegners gar nicht beindrucken, war bereits nach der Eröffnung am Drücker und seine schlagkräftige Turmverdoppelung auf der d-Linie erledigte dann den Rest. Wahnwitz, die Führung für Lechhausen!

Derweil schien auch Kilian Norkus einem turmhohen Sieg entgegenzusteuern. Erst zündete er am Königsflügel zur Ablenkung ein Angriffsfeuerwerk, und landete, nachdem es dort erloschen war, in einem Turmendspiel mit 6 gegen 3 Bauern, wobei diejenigen am Damenflügel freie Bahn hatten. "Der Turnierspieler sollte auf seinen Händen sitzen!" pflegte schon der alte Tarrasch zu sagen. Kilian tat das leider nicht, sondern zog im Überschwang zu schnell und übersah dabei, dass ihm seinerseits ein an sich leicht zu vermeidendes Grundlinienmatt (wahlweise eine Bauernumwandlung) auf der anderen Brettseite drohte. "Es tut mir leid." versuchte mitfühlend Haunstettens Illia Poizner zu trösten. Das gelang aber nicht. Schade, der Punkt war weg.

Derweil hatte Horst-Jörg König seine Wunschstellung erreicht, die sowohl gefühlt als auch objektiv zum Gewinn genügt hätte. Aber dann traute er seiner Kombination samt Turmopfer letztlich doch nicht mehr (ein Computerchen zeigt später, wie das leicht zu machen gewesen wäre), und zog das Remis durch Zugwiederholung vor. Hier zumindest also ein halber Punkt futsch.

Während Thomas Lindner eine Leichtfigur für zwei Bauer hatte hergeben müssen, bestand nicht mehr wirklich die Chance, da heile herauszukommen. Bei Alessandro Terzitta sah es zunächst auch nicht dramatisch nach einem Verlust aus, aber dann wickelte er in ein Endspiel ab, von dem er meinte, das könne er remis halten. Was sich als Irrtum erwies.

Letzter Kämpfer war, wie fast immer, unser Teiresias Valentin. Der stand bis ins Endspiel gleichwertig, ideell sogar mit einem Turm mehr, denn Vitaliy Barskiy hatte sich seinen Turm unbeweglich auf der h-Linie einmauern lassen. Eine Springergabel kostete unseren Mann aber dann selbst die Qualität, und nachdem der Turm aus seinem Gefängnis hatte befreit werden können, die Partie.

Eigentlich ganz gut gespielt unsererseits, aber die Abernte war leider etwas unbefriedigend.

Endstand : 5,5 : 2,5
Runde 2
9.11.2019
Die zwei Houdinis
SC Lechhausen 2 - SK Rochade 3
Schon bevor es losging, deutete alles auf unsere Favoritenrolle hin. Während nämlich unsere Mannschaft fast ihre Stammbesetzung aufbieten konnte und nur einen Ersatzspieler aufbieten musste, war Rochades junger Mannschaftsführerin gleich die komplette zweite Hälfte des Teams weggebrochen. Die Vertretung bestand aus Spielern, die zwar lobenswert engagiert zu Werke gingen, aber noch (z. T. sehr) unerfahren waren.

So war es nicht ganz überraschend, dass Kilian Norkus und Horst-Jörg König recht schnell klare Verhältnisse schaffen konnten. Hingegen nicht mehr ganz so einfach war es an den Brettern davor für Yilmaz Yagci und Thomas Lindner. Ihre jungen Kollegen setzten ihnen trotz DWZ-mäßig klarer Unterlegenheit ganz schön zu, das hätte auch ins Auge gehen können. Wie der alte Bogoljubow zu sagen pflegte: "Ja, die jungen Leute spielen heutzutage kolossal." Yilmaz konnte seine Partie dann aber doch noch umbiegen, dank eines Turms, der von hinten durch die kalte Küche kam, während Thomas nach einem komplizierten Mittelspiel unserem Punktetopf ein Remis hinzufügte.
In der vorderen Hälfte war ordentlich etwas los. Alessandro Terzitta lag zwar mit einer Mehrfigur materiell vorne, aber seine Streitmacht stand sich gegenseitig selbst auf den Füßen herum, weiterhin sorgte ein weit vorgepreschter e-Bauer für einige Verwirrung und Einengung. Da bedurfte es schon houdinischer Entfesselungskünste, um das Gefängnis doch noch zu verlassen. Mit einer Mehrfigur war der nun mögliche Schlussangriff nicht mehr allzu schwierig durchzuführen.

Mit einer Hauruck-Strategie versuchte es hingegen der eilige Konstantin Fink sein Match auf die Schnelle zu entscheiden, was aber nach hinten losging. Erst Material futsch, dann die Partie.

Entfesselungskünste waren ebenfalls bei Osman Yagci gefragt. Denn seine Gegnerin hatte nicht nur seine Figuren- und Königsstellung umzingelt und lahmgelegt, sondern auch noch forsch einen Freibauern auf die sechste Reihe gepflanzt. Nach langwierigen Umgruppierungen stellte sich aber heraus, dass dieser Störenfried trotz trickreicher Rettungsversuche letztlich doch eroberbar war. Danach ging es mit der weißen Stellung nach und nach abwärts, es war eine spannende Partie.
Die aufmüpfige Jugend.
Sinnieren über die Respektlosigkeit der Jugend: Yilmaz Yagci
Den Schlusspunkt setzte Mannschaftsführer Valentin Usselmann, leider und etwas unerwartet mit einem Verlust. Zuvor hatte man nicht den Eindruck gehabt, er könne die Partie verlieren. Im Gegenteil, der klare Stellungsvorteil sprach für ihn. Vor allem seine zwei starken, vorgerückten Zentralbauern sahen sehr imposant aus. Aber in seinem Bestreben, durch einen Vorstoß im Zentrum den Tag zu entscheiden, stellte er seinen König allzu luftig auf und ein taktischer Gegenangriff machte diesem dann den Garaus.

Endstand : 5,5 : 2,5
Runde 1
19.10.2019
Das war nicht so besonders
SC Lechhausen 2 - SF Augsburg 4
Also - so was! Da liegen schon die besten Voraussetzungen für einen Mannschaftsieg vor, die Gäste traten nämlich nur mit sechs Spielern an, und dann reicht es trotz dieser Vorgabe von zwei Punkten nur zu einer kanppen Niederlage. Da muss also entweder etwas gewaltig schief gelaufen sein, oder unsere Leute waren so gar nicht gut drauf, oder aber die Schachfreunde so riesig stark. Nehmen wir einfach mal Letzteres an, das deprimiert dann nicht so sehr.

Lobend erwähnen wollen wir aber Konstantin Fink (ein ganzer Punkt für ihn) und Kilian Norkus, der ein Remis beisteuerte. Ansonsten hielt sich der Mannschaftsführer mit einem Bericht zurück. Verständlich.

Endstand : 3,5 : 4,5
SC Lechhausen 1908 e. V.
Simpertstraße 6 | 86153 Augsburg
Jugendtraining: Freitags ab 18:00 Uhr
Erwachsene: Freitags ab 19:00 Uhr
Online seit dem 7.1.1997
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