Kreisliga 3 - SC Lechhausen 1908 e. V. - Ein Schachclub in Augsburg.

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SC Lechhausen 1908
Spielberichte - Kreisliga 3
Runde 3
23.11.2019
Besser als erwartet, schlechter als möglich
TSV Haunstetten 4 - SC  Lechhausen 2
Die wenig optimistische Vorhersage unseres Mannschaftsführers Valentin Usselmann vor dem Match lautete: "Die braten uns mit 6:2 einen über." Das Endergebnis (5,5:2,5 für die Südwester-Kollegen) war also sogar noch einen Tacken besser, aber so ganz glücklich waren wir damit dann doch nicht, denn überraschenderweise wäre da sogar noch mehr drin gewesen.

Gut, Yilmaz Yagci hatte relativ früh schon irgendwo Material eingestellt und den Motor abgestellt. Sein Junior Osman aber machte das relativ schnell wieder wett durch einen schwungvollen kombinierten Angriff im Zentrum und am Königsflügel ("Wenn der Vater die Partie vermasselt, muss der Sohn das wieder ausgleichen."). Fast noch besser lief es bei Christian Malmer. Der ließ sich von den +230 DWZ seines Gegners gar nicht beindrucken, war bereits nach der Eröffnung am Drücker und seine schlagkräftige Turmverdoppelung auf der d-Linie erledigte dann den Rest. Wahnwitz, die Führung für Lechhausen!

Derweil schien auch Kilian Norkus einem turmhohen Sieg entgegenzusteuern. Erst zündete er am Königsflügel zur Ablenkung ein Angriffsfeuerwerk, und landete, nachdem es dort erloschen war, in einem Turmendspiel mit 6 gegen 3 Bauern, wobei diejenigen am Damenflügel freie Bahn hatten. "Der Turnierspieler sollte auf seinen Händen sitzen!" pflegte schon der alte Tarrasch zu sagen. Kilian tat das leider nicht, sondern zog im Überschwang zu schnell und übersah dabei, dass ihm seinerseits ein an sich leicht zu vermeidendes Grundlinienmatt (wahlweise eine Bauernumwandlung) auf der anderen Brettseite drohte. "Es tut mir leid." versuchte mitfühlend Haunstettens Illia Poizner zu trösten. Das gelang aber nicht. Schade, der Punkt war weg.

Derweil hatte Horst-Jörg König seine Wunschstellung erreicht, die sowohl gefühlt als auch objektiv zum Gewinn genügt hätte. Aber dann traute er seiner Kombination samt Turmopfer letztlich doch nicht mehr (ein Computerchen zeigt später, wie das leicht zu machen gewesen wäre), und zog das Remis durch Zugwiederholung vor. Hier zumindest also ein halber Punkt futsch.

Während Thomas Lindner eine Leichtfigur für zwei Bauer hatte hergeben müssen, bestand nicht mehr wirklich die Chance, da heile herauszukommen. Bei Alessandro Terzitta sah es zunächst auch nicht dramatisch nach einem Verlust aus, aber dann wickelte er in ein Endspiel ab, von dem er meinte, das könne er remis halten. Was sich als Irrtum erwies.

Letzter Kämpfer war, wie fast immer, unser Teiresias Valentin. Der stand bis ins Endspiel gleichwertig, ideell sogar mit einem Turm mehr, denn Vitaliy Barskiy hatte sich seinen Turm unbeweglich auf der h-Linie einmauern lassen. Eine Springergabel kostete unseren Mann aber dann selbst die Qualität, und nachdem der Turm aus seinem Gefängnis hatte befreit werden können, die Partie.

Eigentlich ganz gut gespielt unsererseits, aber die Abernte war leider etwas unbefriedigend.

Endstand : 5,5 : 2,5
Runde 2
9.11.2019
Die zwei Houdinis
SC Lechhausen 2 - SK Rochade 3
Schon bevor es losging, deutete alles auf unsere Favoritenrolle hin. Während nämlich unsere Mannschaft fast ihre Stammbesetzung aufbieten konnte und nur einen Ersatzspieler aufbieten musste, war Rochades junger Mannschaftsführerin gleich die komplette zweite Hälfte des Teams weggebrochen. Die Vertretung bestand aus Spielern, die zwar lobenswert engagiert zu Werke gingen, aber noch (z. T. sehr) unerfahren waren.

So war es nicht ganz überraschend, dass Kilian Norkus und Horst-Jörg König recht schnell klare Verhältnisse schaffen konnten. Hingegen nicht mehr ganz so einfach war es an den Brettern davor für Yilmaz Yagci und Thomas Lindner. Ihre jungen Kollegen setzten ihnen trotz DWZ-mäßig klarer Unterlegenheit ganz schön zu, das hätte auch ins Auge gehen können. Wie der alte Bogoljubow zu sagen pflegte: "Ja, die jungen Leute spielen heutzutage kolossal." Yilmaz konnte seine Partie dann aber doch noch umbiegen, dank eines Turms, der von hinten durch die kalte Küche kam, während Thomas nach einem komplizierten Mittelspiel unserem Punktetopf ein Remis hinzufügte.
Die aufmüpfige Jugend.
Sinnieren über die Respektlosigkeit der Jugend: Yilmaz Yagci
In der vorderen Hälfte war ordentlich etwas los. Alessandro Terzitta lag zwar mit einer Mehrfigur materiell vorne, aber seine Streitmacht stand sich gegenseitig selbst auf den Füßen herum, weiterhin sorgte ein weit vorgepreschter e-Bauer für einige Verwirrung und Einengung. Da bedurfte es schon houdinischer Entfesselungskünste, um das Gefängnis doch noch zu verlassen. Mit einer Mehrfigur war der nun mögliche Schlussangriff nicht mehr allzu schwierig durchzuführen.

Mit einer Hauruck-Strategie versuchte es hingegen der eilige Konstantin Fink sein Match auf die Schnelle zu entscheiden, was aber nach hinten losging. Erst Material futsch, dann die Partie.

Entfesselungskünste waren ebenfalls bei Osman Yagci gefragt. Denn seine Gegnerin hatte nicht nur seine Figuren- und Königsstellung umzingelt und lahmgelegt, sondern auch noch forsch einen Freibauern auf die sechste Reihe gepflanzt. Nach langwierigen Umgruppierungen stellte sich aber heraus, dass dieser Störenfried trotz trickreicher Rettungsversuche letztlich doch eroberbar war. Danach ging es mit der weißen Stellung nach und nach abwärts, es war eine spannende Partie.
Den Schlusspunkt setzte Mannschaftsführer Valentin Usselmann, leider und etwas unerwartet mit einem Verlust. Zuvor hatte man nicht den Eindruck gehabt, er könne die Partie verlieren. Im Gegenteil, der klare Stellungsvorteil sprach für ihn. Vor allem seine zwei starken, vorgerückten Zentralbauern sahen sehr imposant aus. Aber in seinem Bestreben, durch einen Vorstoß im Zentrum den Tag zu entscheiden, stellte er seinen König allzu luftig auf und ein taktischer Gegenangriff machte diesem dann den Garaus.

Endstand : 5,5 : 2,5
Runde 1
19.10.2019
Das war nicht so besonders
SC Lechhausen 2 - SF Augsburg 4
Also - so was! Da liegen schon die besten Voraussetzungen für einen Mannschaftsieg vor, die Gäste traten nämlich nur mit sechs Spielern an, und dann reicht es trotz dieser Vorgabe von zwei Punkten nur zu einer kanppen Niederlage. Da muss also entweder etwas gewaltig schief gelaufen sein, oder unsere Leute waren so gar nicht gut drauf, oder aber die Schachfreunde so riesig stark. Nehmen wir einfach mal Letzteres an, das deprimiert dann nicht so sehr.

Lobend erwähnen wollen wir aber Konstantin Fink (ein ganzer Punkt für ihn) und Kilian Norkus, der ein Remis beisteuerte. Ansonsten hielt sich der Mannschaftsführer mit einem Bericht zurück. Verständlich.

Endstand : 3,5 : 4,5
SC Lechhausen 1908 e.V.
Simpertstraße 6 | 86153 Augsburg
Jugendtraining: Freitags ab 18:00 Uhr
Erwachsene: Freitags ab 19:00 Uhr
Online seit dem 7.1.1997
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